Im Gefäßzentrum des HGZ wurden – in enger Zusammenarbeit mit dem WFI Wundkompetenz-Zentrum in Zürich – im Rahmen des Projektes „Wund-Kompetenzzentrum“ standardisierte Richtlinien zur Wundbehandlung eingeführt, die konsequent in der täglichen Arbeit angewendet werden. Auch hier steht der interdisziplinäre Gedanke im Vordergrund: Angiologen, Diabetologen und Gefäßchirurgen, Ärzte und Pflegedienst arbeiten nach dem gleichen Wundhandbuch.
Alle Mitarbeiter des Gefäßzentrums wurden im Rahmen des Projektes in allen Fragen rund um das Thema Haut, Wunde und Wundheilung geschult. In umfangreichen Produkt-Testungen wurde weiterhin ermittelt, welche Produkte für die speziellen Anforderungen unserer Patienten am besten geeignet sind. Eine begleitende Dokumentation der Wunden mit Ausmessung der Wundgröße und regelmäßigen Fotografien ermöglicht es, Fortschritte festzustellen. Auch die im Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen angesiedelte Gefäßpraxis ist mittlerweile in das Projekt integriert. Des Weiteren wird das Wundzentrum in ein Wundnetz integriert, das im Verbund mit allen Wundbehandlern im ambulanten und stationären Bereich Ansprechpartner für schwierige Fragestellungen rund um chronische Wunden und Durchblutungsstörungen ist.
Ambulanten Versorgung von Patienten mit Problemwunden
Durch eine Institutsermächtigung für Dr. Nolte und Dr. Effmert können im Wundzentrum in Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten sowie den ambulanten Pflegediensten den Patienten mit Problemwunden wirksame Behandlungskonzepte bei Wunden mit Heilungsstörungen angeboten werden.
In hausinternen Kursen und Workshops werden interessierte Ärzte und Pflegekräfte nach einem zertifiziertem Konzept (ZWM®) zu Wundtherapeuten ausgebildet. Außerdem steht das Wundzentrum als Praxiszentrum für Hospitationen zur Verfügung, um die regionalen Strukturen im modernen Wundmanagement zu verbessern.