
Herzklappenfehler ist in der Medizin der Oberbegriff für angeborene oder erworbene Funktionsstörungen einer oder mehrerer Herzklappen.
Ein Klappenfehler kann jede der vier Herzklappen betreffen, wobei die Klappen im linken Herz (Aorten- und Mitralklappe) deutlich häufiger betroffen sind als die des rechten Herzens (Pulmonal- und Trikuspidalklappe). Die Funktionsstörung kann in einer Verengung (Stenose), einer Schlussunfähigkeit (Insuffizienz) oder einer Kombination aus beidem (kombiniertes Vitium) sein.
Öffnet sich eine Klappe nicht weit genug, so staut sich dahinter das Blut und das Herz wird überlastet. Folge ist eine Verdickung des Herzmuskels der Herzkammer, da dieser nun mehr Arbeit leisten muss, um die Engstelle zu überwinden. Ist eine Klappe undicht, fließt nach jedem Herzschlag ein Teil des ausgeworfenen Blutvolumens durch die undichte Klappe wieder in die Herzkammer zurück. Dieses "pendelnde" Blut belastet das Herz ebenfalls stark, es kommt zu einer Ausdehnung des Herzmuskels, was in weiterer Folge zu einer verminderten Herzleistung führt.