Der Ausbildungsplan der Klinik für Kardiologie im HGZ führt Schritt für Schritt zum Facharzt.
Das Curriculum zur kardiologischen Facharztweiterbildung wurde für ärztliche Berufsanfänger entwickelt. Für bereits vorgebildete Assistenten ist selbstverständlich der Einstieg in das Curriculum entsprechend ihres Ausbildungsstandes vorgesehen. Ferner ist der hier aufgeführte Weiterbildungsplan ein systematischer Vorschlag, der in einzelnen Fällen variiert werden kann.
Zwei Einführungstage am HGZ als neue(r) MitarbeiterIn
In dieser Veranstaltung, die alle neuen Mitarbeiter des HGZ berufsübergreifend besuchen, werden alle Besonderheiten des Unternehmens dargestellt sowie die rechtlich vorgeschriebenen Fortbildungen/Einweisungen abgehalten.
Ein Monat Funktionsabteilung Zentrale Patientenaufnahme (ZPA)
In dieser kurzen Einführungsrotation erlernen die ärztlichen Mitarbeiter die interne Ablauforganisation unseres Hauses kennen. In der ZPA werden stationäre, prästationäre und Notfallpatienten einer Anamnese und körperlichen Untersuchung unterzogen und der weitere stationäre Behandlungsverlauf geplant. Hierfür werden die Assistenten vormittags von älteren Kollegen trainiert, während nachmittags die Indikation, Durchführung und Interpretation der unten stehenden Untersuchungsmethoden erlernt werden, um für den Einsatz auf Normalstation vorbereitet zu sein.
Neun Monate periphere Station Kardiologie
(hiervon ein Monat Einarbeitung, danach selbstständiges Arbeiten mit Verantwortung für zunehmende Bettenzahl)
Neben der kardiologischen Routineversorgung hat das HGZ einen deutlichen Schwerpunkt zur Versorgung schwer herzinsuffizienter Patienten. Dieses Patientengut zeichnet sich nicht nur durch eine kardiologische Grunderkrankung aus, sondern weist in sehr hohem Maße eine systemisch bedingte Komorbidität auf. Da die Behandlung solcher Patienten gute Kenntnisse auf den Gebieten der Diabetologie, Nephrologie, Pulmologie, Schlafmedizin, Ernährungsphysiologie und Trainingsphysiologie voraussetzt, gibt es hierfür moderne und klar definierte Behandlungsstrategien, die letztendlich weite Teile der inneren Medizin repräsentieren.
Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und systemisch bedingten Komorbiditäten:
Systemisch bedingte Komorbiditäten:
Indikationsstellung und postinterventionelles Management folgender Untersuchungsmethoden und Therapien:
Sechs Monate Echokardiographie
Einarbeitung durch Oberärzte
Oberärztlich begleitete Untersuchungen auf den Intensivstationen, im Herzkatheter und im herzchirurgischen OP.
Vermittlung prä-, intra- und postoperativer Befunde bei Vitienerkrankungen; Korrelation mit hämdynamischen Befunden aus der invasiven Diagnostik.
Sechs Monate Intensivstation
Auf unserer Intensivstation werden neben Patienten mit Herzinfarkt und dekompensierter Herzinsuffizienz auch Patienten nach gefäßchirurgischen und herzchirurgischen Eingriffen sowie Patienten mit septischen Erkrankungen behandelt.
Ein Monat eigenständiger Tagdienst, danach Wechsel in den Schichtdienst
allmorgendliche Chefarztvisite.
Acht Monate Schrittmacherambulanz und elektrophysiologischer Herzkatheter
In unserer Schrittmacherambulanz werden jährlich über 2.000 Schrittmacher- und Defi-, Eventrecorderkontrollen durchgeführt. Ferner werden hier Patienten mit Rhythmusstörungen vorgestellt, um Indikationen für Deviceimplantationen oder ablative Verfahren zu stellen.
In unserem Hause werden von der interdisziplinären Arbeitsgruppe für Rhythmologie (Kardiologie und Herzchirurgie) über 500 Implantationen/Deviceaustausche vorgenommen (SM, Defi, CCM, Eventrecorder) und über 250 ablative Interventionen (PVI, Vorhofflatterablation, AV-Knotenablation) durchgeführt
Vier Monate Schrittmacherambulanz
Vier Monate EPU Labor
Sechs Monate Herzkatheter