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Facharztausbildung mit System

Der Ausbildungsplan der Klinik für Kardiologie im HGZ führt Schritt für Schritt zum Facharzt.

Das Curriculum zur kardiologischen Facharztweiterbildung wurde für ärztliche Berufsanfänger entwickelt. Für bereits vorgebildete Assistenten ist selbstverständlich der Einstieg in das Curriculum entsprechend ihres Ausbildungsstandes vorgesehen. Ferner ist der hier aufgeführte Weiterbildungsplan ein systematischer Vorschlag, der in einzelnen Fällen variiert werden kann.

Zwei Einführungstage am HGZ als neue(r) MitarbeiterIn

In dieser Veranstaltung, die alle neuen Mitarbeiter des HGZ berufsübergreifend besuchen, werden alle Besonderheiten des Unternehmens dargestellt sowie die rechtlich vorgeschriebenen Fortbildungen/Einweisungen abgehalten.

  • Reanimation
  • Transfusionsgesetz
  • Hygienemaßnahmen
  • Gefahrstoffe, Biostoffe
  • Qualitätsmanagement
  • Datenschutz
  • Arbeitssicherheit
  • Strahlenschutz
  • Brandschutz

Ein Monat Funktionsabteilung Zentrale Patientenaufnahme (ZPA)

In dieser kurzen Einführungsrotation erlernen die ärztlichen Mitarbeiter die interne Ablauforganisation unseres Hauses kennen. In der ZPA werden stationäre, prästationäre und Notfallpatienten einer Anamnese und körperlichen Untersuchung unterzogen und der weitere stationäre Behandlungsverlauf geplant. Hierfür werden die Assistenten vormittags von älteren Kollegen trainiert, während nachmittags die Indikation, Durchführung und Interpretation der unten stehenden Untersuchungsmethoden erlernt werden, um für den Einsatz auf Normalstation vorbereitet zu sein.

  • EKG
  • Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG
  • LZ-RR
  • Kipptischuntersuchung
  • Spirometrie
  • Spiroergometrie
  • Eine Woche Hospitation im Herzkatheter (Indikationsstellung, Patientenvorbereitung und –aufklärung, Schleusenentfernung, Anlegen von Druckverbänden)

Neun Monate periphere Station Kardiologie
(hiervon ein Monat Einarbeitung, danach selbstständiges Arbeiten mit Verantwortung für zunehmende Bettenzahl)

Neben der kardiologischen Routineversorgung hat das HGZ einen deutlichen Schwerpunkt zur Versorgung schwer herzinsuffizienter Patienten. Dieses Patientengut zeichnet sich nicht nur durch eine kardiologische Grunderkrankung aus, sondern weist in sehr hohem Maße eine systemisch bedingte Komorbidität auf.  Da die Behandlung solcher Patienten gute Kenntnisse auf den Gebieten der Diabetologie, Nephrologie, Pulmologie, Schlafmedizin, Ernährungsphysiologie und Trainingsphysiologie voraussetzt, gibt es hierfür moderne und klar definierte Behandlungsstrategien, die letztendlich weite Teile der inneren Medizin repräsentieren.

Versorgung von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen und systemisch bedingten Komorbiditäten:

  • Ischämisch bedingte Herzerkrankungen
  • dilative Kardiomyopathien, familiäre Kardiomyopahtien
  • Vitien
  • Linksherzdekompensation
  • Rechtsherzdekompensation
  • Komplexe Rhythmusstörungen 
  • Pulmonale Hypertonie
  • Lungenembolie
  • Thrombose

Systemisch bedingte Komorbiditäten:

  • Diabetes mellitus
  • Metabolisches Syndrom
  • Periphere Polyneuropathien
  • Niereninsuffizienz (alle Stadien inklusive dialysepflichtige Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz)
  • Schlaf-Apnoe-Syndrom
  • Depression, Inappetenz

Indikationsstellung und postinterventionelles Management folgender Untersuchungsmethoden und Therapien: 

  • Echokardiographie (TTE,TEE, Stressecho); Interpretation der Befundeinvasive kardiale Diagnostik  (Rechts- und  Linksherzkatheter)
  • Interpretation hämodynamischer Befunde
  • Indikationsstellung PTCA vs ACVB-OP
  • Indikationsstellung zur Implantation von Devices (SM, Defi, CRT, CCM)
  • SAS-Screening und Interpretation
  • Metabolische Konditionierung (Insulinsensitivierung) durch Hafertage
  • Therapeutische Optimierung des Diabetes mellitus
  • Diagnose und Management der chronischen Niereninsuffizienz
  • Indikationsstellung zur Bauchfelldialyse als Therapie der Herzinsuffizienz
  • Roborierende Massnahmen (Training, Vitamin D-, Eisenstoffwechsel, Dronabinol) 
  • Differentialdiagnose Ödeme/Lymphödem; gezielte Therapie
  • Indikationsstellung Sildenafil/Bosentantherapie bei PAH, Zweitmeinungsverfahren

Sechs Monate Echokardiographie

Einarbeitung durch Oberärzte

  • Transthorakale Echokardiographie
  • Transösophageale Echokardiographie
  • Stressechokardiographie

Oberärztlich begleitete Untersuchungen auf den Intensivstationen, im Herzkatheter und im herzchirurgischen OP.

Vermittlung prä-, intra- und postoperativer Befunde bei Vitienerkrankungen; Korrelation mit hämdynamischen Befunden aus der invasiven Diagnostik.

Sechs Monate Intensivstation

Auf unserer Intensivstation werden neben Patienten mit Herzinfarkt und dekompensierter Herzinsuffizienz auch  Patienten nach gefäßchirurgischen und herzchirurgischen Eingriffen sowie Patienten mit septischen Erkrankungen behandelt.

  • strukturierte Einarbeitungsphase über 1 Monat 
  • morgendliches Intubieren in der anästhesiologischen Abteilung
  • Legen aller zentralen Venenkatheter
  • Punktion von Pleuraergüssen
  • Training der Echokardiographie für den Notfall (LV-Funktion, Pericard-, Pleuraerguss) 
  • Indikationsstellung Kühlungsbehandlung nach Reanimation
  • Betreuung von Patienten mit intraaortaler Ballonpumpe
  • Beatmungstraining an Evita 4 Geräten inklusive Geräteeinweisung
  • Differenzierte Katecholamintherapie unter hämodynamischem Monitoring 
  • Implantation passagerer Schrittmacher
  • Training der flexiblen Bronchoskopie
  • Indikationsstellung Nierenersatztherapie

Ein Monat eigenständiger Tagdienst, danach Wechsel in den Schichtdienst
allmorgendliche Chefarztvisite.

Acht Monate Schrittmacherambulanz und elektrophysiologischer Herzkatheter

In unserer Schrittmacherambulanz werden jährlich über 2.000 Schrittmacher- und Defi-, Eventrecorderkontrollen durchgeführt. Ferner werden hier Patienten mit Rhythmusstörungen vorgestellt, um Indikationen für Deviceimplantationen oder ablative Verfahren zu stellen.
In unserem Hause werden von der interdisziplinären Arbeitsgruppe für Rhythmologie (Kardiologie und Herzchirurgie) über 500 Implantationen/Deviceaustausche vorgenommen (SM, Defi, CCM, Eventrecorder) und über 250 ablative Interventionen (PVI, Vorhofflatterablation, AV-Knotenablation) durchgeführt

Vier Monate Schrittmacherambulanz

  • Training für Schrittmacher- und Defikontrollen
  • Assistenz für CRT-Optimierungen
  • Training für Auslesen von Eventrecordern
  • Training für Schlaf-Apnoe-Miniscreening und Polygraphie

Vier Monate EPU Labor

  • Assistenz bei Implantation von Schrittmachern, CRT- und CC- Systemen
  • Assistenz bei Ablationen (PVI, Vorhofflattern, AV-Knoten)
  • Assistenz beim Einmessen der Aggregate

Sechs Monate Herzkatheter

  • Erlernen und selbstständiges Durchführen von Coronarangiographien und Rechtsherzkathetern sowie Interpretation der hämodynamischen Ergebnisse
  • Indikationsstellung für PTCA und ACVB-Op und Klappenoperationen
  • Diagnostik und Therapieplanung der pulmonalen Hypertonie (incl. Zweitmeinungsverfahren)
  • Assistenz bei PTCA, Perikardpunktionen, Biopsien 
  • Assistenz bei Implantation intraaortaler Ballonpumpen
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