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Entfernung von Herzschrittmacher-Elektroden

Durch mechanische Beanspruchung können Elektroden im Lauf der Jahre defekt werden. Wenn sie funktionslos sind, sollte man sie durch neue Elektroden ersetzen. Die alten sollten an ihrer Position belassen werden, sofern sie keine mechanischen Reizungen am Herz hervorrufen oder die Anlage neuer Elektroden vereiteln. Andernfalls muss ihre operative Entfernung erwogen werden. Diesen Eingriff nehmen im HGZ in der Regel Kardiologen und Herzchirurgen gemeinsam vor.

Bei einfachen Eingriffen wird die defekte Elektrode durch vorsichtigen Zug mit einem speziellen System entfernt. Bei zu stark eingewachsenen Elektroden wird ein spezielles Lasersystem eingesetzt, um sie zu lösen und zu entfernen.

Bei Infektionen des Schrittmacher- oder Defibrillatorsystems sollte ebenfalls sämtliches Material entfernt werden. Auch hierfür kann der Laser eingesetzt werden. In seltenen Fällen kann sich das Gefäß verschließen, das die Elektrode aufnimmt. Der Patient bemerkt dies nicht. Bis vor wenigen Jahren musste bei defekten Elektroden in einem solchen Fall regelmäßig das komplette System auf die andere Brustseite verlagert werden. Dies hat eine deutlich umfangreichere Operation zur Folge. Mit dem Laserextraktionssystem kann nun versucht werden, das verschlossene Gefäß zu öffnen, sodass auf derselben Seite das implantierte System repariert werden kann. Dieser Eingriff wurde im HGZ bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt.

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