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Intelligente Lösungen für Medizin der Zukunft

„Digitaler Ort“: Niedersächsisches Wirtschaftsministerium zeichnet innovative Projekte im HGZ und in der DianaKlinik aus.

 

Bad Bevensen. In der virtuellen Realität die Wiederbelebung eines Patienten trainieren. Per Handy-App den Gang eines Menschen analysieren, um künftig Stürze zu vermeiden. Und Schlaganfallpatienten durch Übungsszenarien in einer virtuellen Welt zu Bewegungen motivieren und selbige trainieren. Mit diesen und weiteren Innovationsprojekten im Gesundheitswesen befasst sich seit einigen Jahren das care4life Innovation LAB in Bad Bevensen. Jetzt wurde die hundertprozentige Tochter der Diana Kliniken AG, unter deren Dach sich auch das Herz- und Gefäßzentrum (HGZ) und die DianaKlinik befinden, für dieses innovative Engagement vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung als „Digitaler Ort Niedersachsen 2021“ ausgezeichnet.

„Das Ineinandergreifen von stationärer und ambulanter Therapie ebenso wie das enge Miteinander von Akut- und Rehabilitationsmedizin spielt seit jeher eine zentrale Rolle bei der integrierten Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagt Dirk Ludemann, Vorstand der Diana Kliniken AG. Neben dem HGZ und der DianaKlinik gehört auch das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) zur Gruppe – ein ambulantes Angebot in Bad Bevensen, dessen Weiterentwicklung auch andernorts in der Region vorgesehen ist. Um diese Vernetzung der unterschiedlichen Fachdisziplinen und medizinischen Versorgungsstrukturen weiter auszubauen und zu stärken, sei es nur allzu folgerichtig, auch die Entwicklung der digitalen Strukturen innovativ voranzutreiben, so Ludemann.

Das einem ganzheitlichen und allumfassenden Ansatz folgende Selbstverständnis, das in den beiden Bad Bevenser Kliniken und dem angegliederten ambulanten Netzwerk herrscht, greift das care4life Innovation LAB auf. „Wir verstehen uns als Partner für innovative Projekte im Gesundheitswesen und arbeiten dabei mit Kliniken, Start-ups und Technologieunternehmen zusammen“, sagt Mitbegründer und Geschäftsführer Peter Kalnbach. Durch die Verbindung zum HGZ und zur DianaKlinik gibt es bei Bedarf direkten Zugang zu Experten im Gesundheitswesen. Und dort werden die neuen Möglichkeiten bereits genutzt bzw. getestet.

Die Auszeichnung als „Digitaler Ort Niedersachsen“ an das care4life Innovation LAB vergab das Ministerium vor allem für zwei Projekte: die Kooperation mit dem Hamburger Start-up „Vireed“ und die Anwendung „Lindera“. „Vireed“ hat mit Unterstützung des care4life Innovation LAB ein Produkt auf Grundlage einer sogenannte VR-Brille (VR = Virtual Reality = Virtuelle Realität) entwickelt. Wer sie aufsetzt, findet sich in einer virtuellen Welt wieder: In einem Zimmer liegt ein Patient im Bett, nicht ansprechbar. Er muss wiederbelebt werden. Ab sofort wird der Brillenträger durch ein Szenario geleitet, in dem er den imaginären Patienten reanimieren wird.

Die Brille soll medizinisches Fachpersonal das Erlernen, Trainieren und Simulieren von Eingriffen und Notfall-Situationen auf besondere Weise erlebbar machen. „Wir sehen in dem Projekt ein großes Potenzial für die innovative Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern“, sagt Peter Kalnbach. Das Prinzip „Learning by doing“ könne so effektiv und realitätsnah verfolgt werden – ohne Risiko. „Das Ganze ist sozusagen ein medizinischer Flugsimulator.“ Seit einiger Zeit wird die VR-Brille in den Unterricht an der Pflegeschule im HGZ eingebunden.

Sicherheit steht auch bei der App „Lindera“ im Fokus, die im Diana-Pflegezentrum in Bad Bevensen genutzt wird. „Hier wird das Gangbild von Bewohnerinnen und Bewohnern analysiert – mit einer einfachen Smartphone-Kamera und unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz“, erklärt Peter Kalnbach. Aufgrund der Analyse liefert die App Handlungsempfehlungen, um das Sturzrisiko der betreffenden Person zu reduzieren. Weiterhin wird gemeinsam mit Lindera eine App zur Abbildung sämtlicher klinischer Bewertungen entwickelt.

Die Auszeichnung als „Digitaler Ort Niedersachsen“ beflügelt die Verantwortlichen der beiden großen Bad Bevenser Kliniken, die Digitalisierung stetig voranzutreiben. „Letztlich dient diese durch ganz neue Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten und einen schnellen Informationsaustausch der Sicherheit von Patientinnen und Patienten“, sagt Dirk Ludemann. Digitalisierung aber braucht und verbraucht viel Energie. Deswegen wird in HGZ und DianaKlinik auch ein Fokus auf Nachhaltigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen gelegt.

Allein im Herz- und Gefäßzentrum wird in einem Monat genauso viel Energie benötigt wie 330 Vier-Personen-Haushalte in einem ganzen Jahr verbrauchen. So macht man sich seit Jahren in beiden Häusern, die zu den größten Arbeitgebern in der Region gehören, für die Nutzung der Geothermie in Bad Bevensen stark. Schon jetzt produziert im HGZ ein Blockheizkraftwerk einen Großteil des Stroms und liefert nebenbei Wärme. Außerdem steuern intelligente Systeme im Tagesverlauf den Energiefluss in bestimmten Bereichen, damit eine zuvor definierte Verbrauchsobergrenze nicht überschritten wird. Für Dirk Ludemann steht fest: „Damit wir auch künftig innovative, wie die jetzt vom Land Niedersachsen ausgezeichnete Digitalisierungsprojekte realisieren können, ist eine leistungsstarke und ressourcenschonende Energieinfrastruktur die Grundvoraussetzung.“

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