Nur wenige Hochleistungszentren in Deutschland bieten diesen Eingriff: Am HGZ implantiert Dr. Thomas Nolte erfolgreich Gefäßprothesen der neuesten Generation beim Aortenaneurysma. Sie bilden die Struktur der Aorta sehr genau nach.
Aorta-Prothese als individuelle Einzelanfertigung
Insbesondere für Patienten mit Aneurysmen der Brustaorta oder der Bauchaorta waren die Operationen zum Ersatz der Hauptschlagader häufig belastend und mit einem erhöhten Risiko verbunden. Viele vonn ihnen können von einem minimalinvasiven Operationsverfahren als Alternative profitieren: Dabei werden spezielle Endoprothesen mit Fenstern und Seitenarmene eingesetzt, die die Struktur der Aorta als zentraler Blutversorgungsleiter nachbilden. Über kleine Seitenäste werden sie dabei in die Eingeweide- und Nierenarterien verzweigt.
Die Herstellung dieser Endoprothesen ist höchst anspruchsvoll; jedes Exemplar wird individuell für den jeweiligen Patienten angefertigt, so kann die Fertigungszeit bis zu vier Monate dauern. Und auch die Operation selbst stellt besondere Anforderungen sowohl an das Operationsteam als auch an die apparative Ausstattung, wie sie nur in wenigen Hochleistungszentren in Deutschland anzutreffen ist.
Im Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen hat Dr. Thomas Nolte, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, diese neue Gefäßprothese bei Patienten erfolgreich eingesetzt, die unter ausgedehnten Aneurysmen der Brust- und Bauchaorta litten. Die betroffenen Patienten profitiereten deutlich: Sie sind nach der Operation schneller wieder mobil, haben relativ kleine Schnittnarben von zwei bis drei Zentimetern Länge und die Operation ist weniger riskant als offene Eingriffe.
Das Verfahren wurde inzwischen von Dr. Thomas Nolte am HGZ fest etabliert und gehört hier inzwischen zu den Routineeingriffen.


