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Lungenembolie und tiefe Venenthrombose

Tritt eine tiefe Venenthrombose (TVT) auf, behindert diese den Abfluss des Blutes aus den Beinen oder Armen. Lösen sich solche Gerinnselstücke von der Venenwand, können sie in die Lunge gelangen, wo sie die Lungenarterien verstopfen: Es kommt zu einer lebensbedrohlichen Lungenarterienembolie.

Lungenembolie eine der häufigsten Todesursachen

Lungenembolien aufgrund von Phlebothrombosen, also Verschlüssen der tieferen Venen, sind auch heute noch – wenn unerkannt und unbehandelt – häufig tödlich. Jährlich sterben in Deutschland etwa 40.000 Menschen an einer Lungenembolie. Diese rangiert damit hinter Herzinfarkt und Schlaganfall auf Platz 3 der häufigsten Todesursachen.

Tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien sind eng miteinander verbunden: Bei einer tiefen Venenthrombose kommt es in über 50 Prozent der Fälle zu asymptomatischen Lungenembolien. Umgekehrt kommen bei 80 bis 90 Prozent aller Lungenembolien die Gerinnsel aus den tiefen Bein- und Beckenvenen. Schließlich haben tiefe Venenthrombosen und Lungenembolien die gleichen Ursachen und erfordern eine weitgehend ähnliche Therapie. Daher wurde der treffliche Begriff der sogenannten venösen Thromboembolie geprägt. Das heißt, Thrombose und Lungenembolie sind die beiden Seiten ein und derselben Medaille.

Die wichtigsten Ziele der Akuttherapie der tiefen Venenthrombose sind vor allem die  Vermeidung von Thrombosewachstum und Lungenembolien. Die Basistherapie ist die unverzügliche, voll wirksame Gabe von Heparin als Spritze oder einem direkten oralen Blutverdünner als Tablette. Die Kompressionsbehandlung durch Bandagieren des betroffenen Gliedmaßensegments trägt zu der Verhinderung des postthrombotischen Syndroms bei. In schweren Fällen mit ausgeprägten Stauungen - hier sind vor allem die Beckenvenen mit betroffen - kann eine thrombolytische Therapie notwendig werden.

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