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Weitere Therapieverfahren

Moderne Pharmakotherapie

Eine leitliniengerechte Herzinsuffizienz-Medikation ist unabdingbare Voraussetzung für alle anderen Komponenten der Herzinsuffizienz-Therapie. Denn neuere Studien belegen, dass auch teure und moderne Therapieverfahren ohne diese Basismedikamente (ß-Blocker, RAAS-Hemmer etc.) nicht die volle Wirkung entfalten.

Substitution von Vitaminen und Hormonen

Die schwere Herzinsuffizienz stellt einen dauerhaften Stress für den Körper dar, der zu einer Verarmung bezüglich Vitaminen, Spurenelementen, spezifischen Aminosäuren und Hormonen (z.B. Testosteron) führt. Um zum Beispiel eine ausreichende Energiebereitstellung in Muskelgeweben erreichen zu können, müssen diese Faktoren zugeführt werden. Nur so kann auch eine ausreichende Trainierbarkeit des Patienten erreicht werden.

Diabetestherapie

Die chronische Herzinsuffizienz führt zu einer systemischen Entzündlichkeit, die mit einer Resistenz des Insulinsystems beantwortet wird. So entsteht bei bis zu 75 Prozent der herzinsuffizienten Patienten eine Störung der Zuckerverwertung mit nachfolgendem Diabetes. Daher wird jeder Patient mit Herzinsuffizienz am HGZ auch einem Zuckerbelastungstest unterzogen, um möglichst früh eine Therapieindikation stellen zu können. Die moderne Diabetestherapie zielt vor allem auf eine Verbesserung der Insulinsensitivität ab, anstatt mit immer höheren Insulindosierungen auch immer mehr Nebenwirkungen wie immense Gewichtszunahme hervorzurufen. Am HGZ wird hier eine uralte und sehr wirksame Kur durchgeführt: eine zweitägige Haferkur. Mit ihr lässt sich die Insulindosis in der Regel halbieren.

Nierenersatztherapie

Leider steht die Herztransplantation als definitive Therapie aufgrund der Organknappheit nur wenigen Patienten zur Verfügung. Da häufig mit der Herzinsuffizienz auch eine schwere Niereninsuffizienz einhergeht und der Patient aufgrund von Luftnot, geschwollenen Beinen und wassergefüllten Därmen eine extrem schlechte Lebensqualität aufweist, hat das HGZ in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) an der Diana Klinik in Bad Bevensen ein Bauchfelldialyseprogramm entwickelt. Dieses sehr schonende Verfahren ist ideal für Patienten mit Herzinsuffizienz, die in kurzen Abständen immer wieder wegen Wasseransammlungen in die Klinik aufgenommen werden müssen. Ideal ist es auch für Patienten mit pulmonaler Hypertonie und/oder Flüsigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Aszites).

Körperliches Training

Training ist eine exzellente Ergänzung aller anderen Therapiemodule, da es den Erfolg aller Therapiekomponenten steigert. Maßgeschneidertes Training ist auch bei schwerer Herzinsuffizienz bei sogar bettlägerigen Patienten sicher und effektiv durchführbar. Am HGZ wird ein gestuftes Trainingsprogramm vom Bettfahrradtraining bis hin zum Krafttraining angeboten.

Lymphdrainage

Lymphödeme stellen eine völlig unterschätzte und fast vergessene Problematik der Herzinsuffizienz dar. Werden Lymphödeme fälschlicherweise nur durch eine hochdosierte Therapie mit „Wassertabletten“ behandelt, so kommt es zu schmerzhaften Verdickungen des Unterhautgewebes mit Einschränkungen der Beweglichkeit und Trainierbarkeit des Patienten. Daher muss bei geschwollenen Beinen immer auch nach einer Lymphkomponente gesucht werden. Am HGZ wird grundsätzlich eine Lymphdrainage durchgeführt. Dies ist auch bei schwer herzinsuffizienten Patienten sicher und effektiv durchführbar.

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